Freitag, 5. März 2010

Einige Erklärungen zum blauen und weißen Nil

Der Rolf hat die richtige Lösung eigetragen.Die Edeltraut hat geschrieben, dass sie nicht wußte, dass es einen blauen und einen weißen Nil gibt.

Hier noch einiges zum Nil:

Mit einer Länge von 6671 km von seinem Ursprung am Äquator bis zum Mittelmeer ist der Nil der längste Fluss der Welt. Er fließt durch Ägypten, den Sudan, Äthiopien und Uganda. Einer der Quellflüsse, der Weiße Nil, entspringt im südlichen Hochland von Burundi, der andere, der Blaue Nil, im abessinischen Hochland in Äthiopien. Für die in Flussnähe lebenden Menschen ist der Nil ein "Geschenk der Götter", denn die Nilflut bringt alljährlich fruchtbaren Schlamm mit sich, der tausend Kilometer öde Wüste in ein landwirtschaftliches Paradies verwandelt.

Während der Nil in Ägypten zivilisiert bzw. ein schiffbares Gewässer ist, fließt er südlich der ägyptischen Grenze wild und ungezähmt über Tausende von Kilometern durch z.T. unbewohnbares Gebiet. In der sudanesischen Hauptstadt Khartoum tritt er alljährlich über die Ufer. Im Gebiet unterhalb der Sahara leben im Fluss Krokodile und Nilpferde. Bei Khartoum vereinen sich Blauer und Weißer Nil. Letzterer hat bis zur Erreichung der sudanesischen Hauptstadt 3700 km zurückgelegt. Der Blaue Nil ist zwar mit 1600 km Länge der kürzere der beiden Nilarme, er bewässert aber 70% der Anbauflächen im Sudan. Seine Wucht beim Zusammentreffen in Khartoum ist so groß, dass die Wasser des Weißen Nils zunächst zurückgestaut werden.

Der weiße Nil wird auch Bahr el-Ábjad genannt, das heißt so viel wie Klarer Fluss. Er ist deshalb so klar, weil er seine Schwemmstoffe in den Seen, die er schon sehr früh nach seinem Entspringen durchquert, abgelagert hat.

Der blaue Nil wird Bahr el-Ásrak genannt, was dunkler oder trüber Fluss heißt. Der blaue Nil ist deshalb so trüb, weil er von seinem Quellort bis zur Vereinigung mit dem weißen Nil eine viel kürzere Strecke hinter sich hat und nicht so viele Schwemmstoffe ablagern konnte. Aus dem blauen Nil kommt daher der Nilschlamm, der sich erst in Ägypten ablagert und die Küstengebiete so fruchtbar macht.

Durch diese Übung schaut man mal wieder ins Lexikon und guckt nach Dingen, über die man sich sonst keine Gedanken macht. Ich selbst habe in der Zeit, in der ich diese Kurse mache, schon viel Neues dazu gelernt und finde es immer wieder interessant.

Ich danke Euch wieder fürs Mitmachen und sende Euch ganz herzliche Grüße

Waltraud

Kommentare:

  1. DANKE, liebe Waltraud, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, uns alles über den blauen und weißen Nil näher zu bringen!

    Durch Deine Seite werden wir alle ein bisserl schlauer. Das ist toll!

    Ein lieber Gruß an Dich

    Renate

    AntwortenLöschen
  2. Hallo, Ihr lieben „denkkugel“-Freund(e)innen,

    schön, dass wir jetzt viel mehr wissen über den längsten Fluss der Erde und dass es einen weißen und einen blauen Teil von ihm gibt. Aber ist uns auch bekannt, dass die Saar, die unserer Heimat den Namen gibt, auch zweiarmig ist und auch zwei verschiedene Farben aufweisen kann? Ich finde, dass es sich lohnt, den Artikel aus Wikipedia hier populär zu machen:
    „Die Rote und die Weiße Saar werden allgemein als die beiden Quellflüsse der Saar bezeichnet. Genau genommen ist die Weiße Saar der Ursprung der Saar, da sie etwas länger ist und ihre Quelle südlicher als die der Roten Saar liegt. Rote und Weiße Saar entspringen am Donon, weniger als 1 km Luftlinie voneinander entfernt, fließen jedoch rund 30 km lang getrennt. Bei Hermelange südlich von Sarrebourg vereinigen sie sich. Die gefasste Quelle der Roten Saar befindet sich an der Route D44 in der Nähe eines deutschen Soldatenfriedhofs. Sie liegt auf etwa 800 m Höhe. Die Quelle der Weißen Saar ist schwer zugänglich nahe der Route D993 von Cirey nach Grandfontaine. Sie ist ungefasst, lediglich ein Schild weist auf sie hin. Sie befindet sich auf einer Höhe von etwa 640 m. Die Saar durchquert zunächst 117 km lang, zweimal wechselnd, das Elsass und Lothringen. Zwischen Saargemünd und Saarbrücken-Güdingen bildet der Fluss auf einer Strecke von 11 Kilometern die deutsch-französische Grenze. Anschließend fließt die Saar 68 km durch das nach ihr benannte Saarland bis Saarhölzbach, dann 31 km durch Rheinland-Pfalz bis Konz, wo sie in die Mosel mündet“.
    Die Länge der Saar mit der des Nils zu vergleichen ist so unmöglich, wie die Gegenüberstellung eines Punktes mit dem Erdball. Aber, wir sind stolz auf unsere Heimat und die Saarschleife, die sicherlich weit über die Grenzen hinaus bekannt ist.
    Liebe Grüße E.L.S.A.

    AntwortenLöschen
  3. Der weiße Nil entspringt nicht in Burundi, sondern als Rukarara im Nyungwe-Wald in Ruanda,wird dann zum Nyabarongo und fließt dann als Akagera in den Viktoria-See.

    Richard Kandt

    AntwortenLöschen
  4. Hallo,
    „der Hauptfluss des Nils, der Weiße Nil, entsteht aus den Quellflüssen des Akagera-Nil, der oftmals nur Kagera-Nil und früher teils Alexandra-Nil genannt wird und in den Tälern der Gebirge von Ruanda und Tansania aus zwei Quellflüssen gespeist wird:
    1. „Burundischer Quellfluss“, der in Burundi entspringt
    2. „Ruandischer Quellfluss“, der in Ruanda entspringt

    Eine der Quellen entdeckte Richard Kandt im Jahr 1898 im ruandischen Nyungwe-Wald.
    Der Weiße Nil hat also auch zwei Quellflüsse.
    Wer sich ganz genau über den Nil informieren möchte empfehle ich, sich in Wikipetia schlau zu machen.
    Tschüß Veronika

    AntwortenLöschen
  5. @ Anonym

    Oh, jetzt sind wir aber ganz schlau, was den Nil betrifft. Man kann ja nie genug wissen. Wie gut, dass es Wikipetia gibt. Da kann man ja rein alles finden! Ein tolle Seite!!!!

    Aber ehrlich gesagt, mir hat die Erklärung von Waltraud auch schon gereicht! Sie hat es schon toll erklärt, nachem sie sich in einem guten Lexikon schlau gemacht hat!

    Liebe Grüße RENATE

    AntwortenLöschen
  6. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

    AntwortenLöschen
  7. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

    AntwortenLöschen