Mittwoch, 13. April 2011

Unsere Erde

Seit gestern ist es bestätigt. Die Katastrophe von Fukushima hat die gleiche Dimension erreicht wie die im AKW Tschernobyl.Ein Super-GAU der Stufe 7!!

Um uns herum gibt es Atomkraftwerke, ganz in unserer Nähe, an der Grenze, ist das AKW Cattenom. Von kleineren Störfällen haben wir schon öfter gehört, aber die sind alle "unbedenklich".

Was meint ihr, würde unsere Erde sagen, wenn sie reden könnte?
Ich hab einen sehr treffenden , passenden Text dazu von einer Teilnehmerin meines Kurses bekommen. Ich finde, er ist es wert, hier eingestellt zu werden.

Die Erde spricht.

Ihr habt mir großen Schmerz bereitet,
habt mich verletzt und ausgebeutet.
Seit ewig hab ich euch gegeben,
was alles ihr gebraucht zum Leben.
Ich gab euch Wasser, Nahrung, Licht,
lang hieltet ihr das Gleichgewicht,
habt urbar mich gemacht, gepflegt,
was ich euch bot, betreut, gehegt.
Doch in den letzten hundert Jahren
ist Satan wohl in euch gefahren.


Was in mir schlummert, wird geraubt,
weil ihr es zu besitzen glaubt.
Ihr bohrt nach Öl an tausend Stellen,
verschmutzt die Meere, Flüsse, Quellen,
umkreist mich sinnlos Tag und Nacht,
seid stolz, wie weit ihr es gebracht.
Habt furchtbar mich im Krieg versehrt,
kostbaren Lebensraum zerstört,
habt Pflanzen, Tiere ausgerottet,
wer mahnt, der wird von euch verspottet -
kennt Habgier, Geiz und Hochmut nur
und respektiert nicht die Natur.


Drum werde ich jetzt Zeichen setzen
und euch, so wie ihr mich, verletzen.
Ich werde keine Ruhe geben,
an allen meinen Teilen beben,
schick euch Tsunamiwellen hin,
die eure Strände überziehn.
Vulkane werden Asche spein,
verdunkelt wird die Sonne sein.
Ich bringe Wirbelstürme, Regen,
bald werden Berge sich bewegen,
was himmelhoch ihr habt errichtet,
mit einem Schlag wird es vernichtet,
und Blitze, wie ihr sie nicht kennt,
lass fahren ich vom Firmament.


Ich kann es noch viel ärger treiben,
drum lasst den Wahnsinn endlich bleiben!
Hört, Menschen, was die Erde spricht
- denn ihr braucht sie,
sie braucht euch nicht!

von Hilde Philipp

Kommentare:

  1. Liebe Waltraud!
    Es ist mit Worten nicht zu begreifen. Es macht einen schon Angst obwohl es weit von uns weg ist.
    Das Gedicht!! passt gut dazu.
    Liebe Grüße Bärbel.

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  2. Liebe Waltraud,

    mir geht es wie der Bärbel. Die AKW`s sind in meinen Augen schrecklich. Sie machen mir Angst. Sie sind angeblich sicher, aber es kann immer was total unvorhergesehenes passieren. Die Menschen in Japan tun mir leid. Wieviel kann ein Mensch aushalten? Wir müssen sorgsamer mit unserer Erde umgehen . Wie heißt es so schön in dem Lied:

    "Die Erde ist uns nur geliehen, die Pflanzen die Tiere das Licht. Unsere einzige Welt , die uns allen gefällt, zu erhalten ist unsere Pflicht." Das Gedicht ist mehr als treffend.

    WIR brauchen unsere ERDE, Sie braucht uns nicht!

    Viele Grüße Erika

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  3. Hallo Waltraud,
    du hast einen Text über unsere Erde eingestellt der uns sehr zum Nachdenken veranlassen sollte! Ich bin mehr leider sicher, die Profitgeier werden weiterhin ihr Unwesen treiben. Schade ist, dass wenn sich die Erde auch wehrt, dann nur meist die Unschuldigen getroffen werden. Bedenklich ist auch, was überlassen wir unserer Nachwelt?

    Viele Grüße Rolf

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  4. Liebe Waltraud,

    danke für den Text. Sehr treffend!! Ich denke schon seit langem, was wäre die Erde für ein Paradies, wenn es den Menschen nicht gäbe. Solange nicht alle an einem Strang ziehen, spricht einheitlicher Umweltschutz usw., sehe ich für die Menschheit schwarz. Sie ist langsam, aber sicher dabei sich selbst zu zerstören.

    Dani

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  5. Liebe Waltaut!
    Dieser Text hat mich auch berührt und heute morgen fand ich diesen Text in unserer Zeitung schönen Rest-Sonntag
    Sabine

    Der Erdschmerz
    Ich als Erde will euch sagen,
    ihr Menschen sollt mich nicht so plagen.
    Jahrtausende hab ich gegeben
    Was ihr brauchtet zum Leben

    Ich gab euch täglich Brot
    Und das Verhältnis war im Lot.
    Alles war im Gleichgewicht
    Und ihr quältet mich auch nicht.

    Ihr pumpt das Öl aus mir heraus,
    verbrennt mein Gas in eurem Haus.
    Mein Regenwald wird abgebrannt,
    versprüht viel Gift auf meinem Land.

    Verseucht die Flüsse und das Meer,
    seid hinter meinen Tieren her,
    und auch die Luft, wie ihr selbst testet,
    wird immer mehr von euch verpestet.

    Ohne mich laut zu beklagen
    Habe ich das lang ertragen.
    Ich warnte euch ab und zu,
    doch ließet ihr mich nicht in Ruh.

    Das lass ich mir nicht mehr gefallen,
    ich zeige es euch Menschen allen,
    Ich werde nunmehr öfters beben,
    die Berge werden sich erheben.

    Ich werde Lavamassen spucken,
    Tsunamis werden euch verschlucken,


    Feuer, Wasser, Sturm, und Regen
    Wird über eure Köpfe fegen.

    Den Tieren werden ich empfehlen,
    die Nahrung sich bei uns zu stehlen.
    So mancher Fuchs und wildes Schwein,
    kommt schon in eure Städte rein.

    Ihr Menschen, ihr könnt nunmehr wählen,
    wollt ihr weiter mich so quälen,
    oder wollt ihr euch besinnen
    und mich zur Mitarbeit gewinnen?

    Ich will euch noch`ne Chance geben,
    ändert schnellstens euer Leben,
    dann will ich euer Partner sein
    und lasse euch auch nicht allein.

    Löst in eurem Kopf den Knebel,
    ich sitze an dem läng`ren Hebel,
    Als Erde sage ich euch das,
    ich mache Ernst, das ist kein Spaß. Von Horst Hartmann

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  6. Liebe Waltraud,

    habe jetzt erst in Deinen Blog geschaut und habe das Gedicht - ja den ganzen Eintrag - nun schon mehrere Male gelesen. Das Gedicht ist unbeschreibbar schön! Es ist alles drinnen, was uns zum Nachdenken bringen sollte!
    Es ist nach diesem schrecklichen Unglück in Japan nichts mehr, wie es früher war. Wir können eigentlich alle nicht so richtig zur "Tagesordnung" übergehen. Wenn es auch weit weg scheint, so ist es uns doch SEHR nahe! Gefühlsmäßig und die Ausmaße und die Folgen, die irgendwann auch auf uns zukommen werden, machen Angst.
    Solange diese Profitgeier, wie Rolf sie nennt, Hand anlegen an allem was Geld bringt, wird sich unsere Erde nicht erholen können. Ich bin darüber sehr traurig.
    Wir kleinen Leute können dagegen nichts, aber schon gar nichs tun. Es wird über uns hinwegbestimmt und wir können meist nur zusehen, wie unsere "Mutter Erde" kaputtgemacht wird.
    Aber solange es Hoffnung gibt, wollen wir daran glauben, dass sie alle doch noch eines Tages zur Vernunft kommen (wir müssen im Kleinen mithelfen mit Umweltschutz, Energiesparen usw.)

    Unsere Mutter Erde
    braucht UNS NICHT,
    WIR brauchen SIE!
    Das stimmt!

    DANKE für diesen, uns nachdenklich stimmenden, Eintrag, Waltraud.

    Herzlich Renate

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  7. Liebe Sabine,

    das Gedicht, das Du in der Zeitung gefunden hast, ist ebenfalls sehr schön und rüttelt an unserem Gewissen. Zurecht!

    Diejenigen, die es lesen sollten, weil sie dazu mit beigetragen haben, dass es unserer Erde so schlecht geht, lesen solche Worte sowieso nicht! An denen geht doch alles vorbei.

    Und diejenigen, denen diese Gedanken sehr ans Herz und Seele gehen, können kaum was dagegen ausrichten.

    Aber wie ich schon vorhin sagte, die HOFFNUNG stirbt zuletzt!

    Liebe Grüße

    Renate

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  8. Liebe Waltraud,

    habe ganz vergessen, zu sagen, dass Dein Kopfbild wunderbar ist. Gefällt mir SEHR gut!

    Auf die Pinnwand habe ich auch was geheftet!

    Noch einen schönen PALMSONNTAG!

    ♥-lich Renate

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  9. Liebe Waltraud
    Du hast uns das Gedicht von Hilde Philipp zum Lesen gegeben und gleichzeitig gefragt: Was würde die Erde uns sagen, wenn sie reden könnte?

    Die Erde kann reden und zwar mit ganz gewaltiger Zeichensprache. Das hat sie schon vor unserer Zeitrechnung getan. Wir kennen unsere Erde nur aus unserer Sichtweite. Was in ihr vorgeht, bekommen wir hin und wieder von vielen Wissenschaftlern gezeigt und erklärt. Wir können auch heute noch die Auswirkungen sehen, wenn unsere Erde mal im wahrsten Sinne des Wortes aus sich herausgeht. Pompeji in früherer Zeit und die Tsunamis und Vulkanausbrüchen, deren Zeitzeugen wir sind, zeigen uns, wie verheerend und unbarmherzig die Menschen immer wieder von ihr bestraft werden.
    Hilde Philipp beschreibt mit Recht, wie liederlich wir Menschen diese Erde oft behandeln. Aber unser Planet zahlt mit gleicher Münze zurück. Und da ist er auch nicht zimperlich, wann immer die Erde sich veränderte, das Innere nach außen kehrte, neue Meere und neue Berge schaffte, wurde alles, was sich in den Weg stellte, vernichtet. Die Erde nahm und nimmt da keine Rücksicht. Ob die Menschen gerade ein Essen kochten oder das Vieh auf die Weide trieben, alle wurden gnadenlos von der Urgewalt vernichtend überrollt. Und nicht nur dort, wo sich diese Gewalt zeigt. Die Auswirkungen können sich über die ganze Welt verbreiten. So wie 1815, als der Tambora in Indonesien ausbrach und die dabei freigesetzte Aschenwolke das Klima Nordamerikas und Teile Europas veränderte.
    „1816 war das „Jahr ohne Sommer“, die Bauern konnten nichts anpflanzen, Hungersnot brach aus, die Nutztiere starben, weil es für sie nichts zu fressen gab, in der Schweiz aßen die Menschen Gras, es konnte einfach nichts angepflanzt werden, da im Juni/Juli noch Schnee fiel. Man schätzte, dass 200 000 Menschen ihr Leben verloren. Diese Menschen bohrten nicht nach Öl, warfen keine Plastikflaschen in die Wälder und Flugzeuge verpesteten die Luft noch nicht mit abgelassenem Kerosin.
    Also, wenn die Erde sich eine neue Form geben will, tut sie das. Ihr kann man keinen Einhalt bieten. Die Menschen sind nur Nutznießer dieser Erde, und daran sollten sie stets denken. Unser Dasein ist - gemessen an der Ewigkeit - nur ein winziger Wimpernschlag. In dieser verhältnismäßig kurzen Zeit dürfte es uns doch nicht schwer fallen, all die Schönheiten dieser Welt mit Anstand zu genießen.

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  10. Liebe Ilse,

    ich habe Deinen Kommentar über die Erde mit großem Interesse gelesen. Du schreibst wunderschön über ein sehr heikles und trauriges Thema.
    Unsere Erde muss sich wehren in Anbetracht all' der Ein- und Angriffe auf sie!
    Sie kann und wird sich das nicht gefallen lassen, was wir Menschen mit ihr veranstalten!
    Ich wusste nicht, dass 1816 "Das Jahr ohne Sommer" war und die Menschen darunter sehr litten. Das kann man sich gar nicht vorstellen.
    Also gab es immer schon mal diesen enormen Klimawechsel! Und das war damals die Folge des Vulkanausbruchs 1815 in Indonesien. Die freigesetzte Aschenwolke veränderte das Klima.
    Es ist interessant, was Du alles weisst!

    Einen ganz lieben Gruß

    Renate

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