Freitag, 2. September 2011

LOB DEM APFEL


In diesem Jahr fällt die Apfelernte im Saarland sehr gut aus.
Wir haben auf unserem Grundstück selbst keinen Apfelbaum,
ich habe aber schon mehrmals von Freunden  Äpfel bekommen.
Ich hab sie zu Kompott verarbeitet, Saft gespresst, Kuchen gebacken oder einfach so gegessen.
Ich mag  Äpfel sehr gern, am liebsten wenn sie schön sauer sind. 
Mein Favorit ist der Boskop, man kann ihn gut lagern. 

Als ich ein kleines Mädchen war, war ich sehr oft bei meiner Tante. Sie hatte hinterm Haus einen schönen Apfelbaum stehen, einen Boskop . Ich kann mich noch gut erinnern, dass sie die Äpfel nach der Ernte unter der Treppe auf Regalen gelagert hatte. Jeden Tag hat sie mir einen Apfel aufgeschnitten und mir oft gesagt, wie gesund sie sind. Man soll jeden Tag einen Apfel essen.   Vielleicht stammt meine Vorliebe für Äpfel (nicht nur für Grauäpfel) aus dieser Zeit. Wenn ich die Augen schließe,  kann mich noch an den Duft erinnern, wie es unter der Treppe gerochen hat. Sogar als sie schon ganz schrumpelig waren, hab ich sie noch gemocht. 

Ein älterer Herr aus unserem Verein,
hatte zu jeder Feier dieses Gedicht vorgetragen:

LOB DEM APFEL

Eines mußt Du Dir gut merken,
wenn Du schwach bist, Äpfel stärken.

Äpfel sind die besten Speisen,
für zu Hause, für die Reisen.

Für die Alten, für die Kinder,
für den Sommer, für den Winter.

Für den Morgen, für den Abend,
Äpfel essen ist stets labend.


Äpfel glätten Deine Stirn,
bringen Phosphor ins Gehirn.

Äpfel geben Kraft und Mut,
und erneuern Dir Dein Blut.

Auch vom Most sofern Du durstig,
wirst Du fröhlich, wirst Du lustig.


Drum lieber Freund, so lass Dir raten:
Esse frisch, gekocht, gebraten,


täglich ihrer fünf bis zehn,
wirst nicht dick, doch jung und schön.


Und bekommst Nerven wie ein Strick,
Mensch, im Apfel liegt Dein Glück.


Na ja, 5 bis 10 müssen es am Tag nicht sein, aber Äpfel sind tatsächlich sehr gesund.
Außerdem

APFELKERNE MACHEN SCHLAU:

Sitzen zwei Männer im Zug. Der eine isst Apfelkerne.
Da fragt der andere: "Warum essen sie denn Apfelkerne?"
"Das macht intelligent."
"Darf ich auch welche haben?"
"Ja, für fünf Euro."
Er bezahlt fünf Euro, bekommt die Kerne und isst sie.
Dann murmelt er kauend:
"Eigentlich hätte ich mir für fünf Euro ja eine ganze
Tüte Äpfel kaufen können!"
Entgegnet der andere: "Sehen sie, es wirkt schon!"

;-))  Ein schönes Wochenende
Waltraud

Kommentare:

  1. Ja Äpfel esse ich auch sehr gerne ,zumindest einen am Tag. an den Duft der gelagerten Äpfel kann ich mich auch noch gut erinnern auf einem Regal wurden sie schön geschlichtet.Ein schönes Wochenende wünscht dir herzlichst. Ilse.

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  2. Hallo, Waltraud,
    solche Kindheitserinnerungen sind kostbar!
    Zu diesem Thema muß ich auch meinen Senf dazugeben:
    Kennst Du den Topaz-Apfel? Das ist eine neue Sorte, eingekreuzt in Tschechien vor vielleicht 15 Jahren.
    Wenn Du sagst, Du liebst säuerlich, dann ist das etwas sehr Gutes für Dich. Wir haben ihn in der Südsteiermark entdeckt und im Herbst wird bei uns genau dieser Apfel in dünnen (ca. 1,5 bis 2 mm) Scheiben getrocknet. Knusprig! Traumhaft!
    Schönes Wochenende
    Sigi

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  3. Du machst mir die Nase lang mit den knusprigen Apfelscheiben. Ich hab noch keine Äpfel getrocknet, eine Freundin macht das in einem Dörrautomaten. Da ich so etwas nicht besitze, wäre ich froh, wenn mir jemand schreibt, wie man die Äpfel sonst noch trocknen kann??
    Ein schönes Wochenenende
    Waltraud

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  4. Liebe Waltraud,

    ein schönes Loblied hast Du hier für den Apfel angestimmt. Ich esse auch gerne Äpfel. Auch bei mir müssen sie eher säuerlich sein!
    In der letzten Zeit habe ich eigentlich weniger davon gegessen. Muss wieder so richtig damit anfangen.
    Natürlich schmecken sie von der eigenen Ernte wohl am besten. Da ich aber keinen apfelbaum besitze, muss ich sie auch im Geschäft kaufen!

    Das Gedicht, dass der ältere Herr vorgetragen hat, beinhaltet ja echt alles, wozu ein Apfel gut ist!
    Ich kann mich erinnern, dass meine Oma auch die Äpfel in dünne Scheiben geschnitten und getrocknet hat. Knusprig habe ich sie allerdings nicht in Erinnerung, aber sie schmeckten fein!

    Bin eben vom Geburtstag heimgekommen und gehe jetzt ins Bett.
    Ich wünsche Dir einen schönen SONNTAG!

    Liebe Grüße und Gute Nacht ♥

    Renate

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  5. Ein liebes Gedicht aus Kindertagen ist mir wieder eingefallen.

    Vom schlafenden Apfel

    Im Baum im grünen Bettchen
    hoch oben sich ein Apfel wiegt;
    der hat so rote Bäckchen,
    man sieht's, dass er im Schlafe liegt.

    Ein Kind steht unterm Baume
    das schaut und schaut und ruft hinauf:
    "Ach Apfel, komm herunter!
    Hör endlich mit dem Schlafen auf!"

    Es hat ihn so gebeten;
    glaubt ihr, er wäre aufgewacht?
    Er rührt sich nicht im Bette,
    sieht aus, als ob im Schlaf er lacht.

    Da kommt die liebe Sonne
    am Himmel hoch daherspaziert.
    "Ach Sonne, liebe Sonne,
    mach du, dass sich der Apfel rührt!"

    Die Sonne spricht: "Warum nicht?"
    Und wirft ihm Strahlen ins Gesicht,
    küsst ihn dazu so freundlich;
    der Apfel aber rührt sich nicht.

    Nun schau, da kommt ein Vogel
    und setzt sich auf den Baum hinauf.
    "Ei, Vogel du musst singen;
    gewiss, gewiss, das weckt ihn auf!"

    Der Vogel wetzt den Schnabel
    und singt ein Lied so wundernett
    und singt aus voller Kehle;
    der Apfel rührt sich aber nicht im Bett.

    Und wer kam nun gegangen?
    Es war der Wind; den kenn ich schon:
    der küsst nicht und der singt nicht;
    der pfeift aus einem andern Ton.

    Er stemmt in beide Seiten
    die Arme, bläst die Backen auf
    und bläst und bläst und richtig,
    der Apfel wacht erschrocken auf.

    Und springt vom Baum herunter
    grad in die Schürze von dem Kind;
    das hebt ihn auf und freut sich
    und ruft: "Ich danke schön, Herr Wind!"

    (Robert Reinick 1805 - 1852)

    Ich liebe das Gedicht immer noch. Konnte es schon in der Volksschulzeit auswendig und habe es oft in der Schule vorgetragen.

    Nun aber Gute Nacht!

    Renate

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  6. Liebe Waltraud!
    Das Gedicht vom Apfel gefällt mir besonders gut.
    Meine Mutter hat immer aus Maschanzkeräpfel (ich weiß nicht, wie man die schreibt) Apfelstrudel und Apfelkompott gemacht. Diese Apfelsorte gibt es leider nicht mehr, soviel ich weiß. Das Apfelkompott meiner Mutter ist mir immer noch in bester Erinnerung.
    Lieben Gruß
    Poldi

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