Montag, 12. Dezember 2011

Weihnachten hat sich im Laufe der Jahre verändert

Weihnachten ist heute, im Jahr 2011, ganz anders als vor 60 - 70 Jahren.
Dieses Gedicht hab ich vor 15 Jahren zum ersten Mal in der Hand gehabt.
Jetzt habe ich es zufällig beim Stöbern in meinen Unterlagen wieder gefunden.
Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich es bei unserer Weihnachtsfeier vorgelesen hatte. Bei vielen hatte es Erinnerungen geweckt.

Als ich ein Kind noch gewesen,
das ist schon lange her,
da war Weihnachten ein Erlebnis,
ein Märchen und noch viel mehr.
Es gab nur kleine Geschenke,
denn wir waren ja nicht reich,
doch diese bescheidenen Gaben
kamen dem Paradiese gleich.


Dort gab es Äpfel und Nüsse,
mitunter auch ein Paar Schuh,
und wenn es die Kasse erlaubte,
ein kleines Püppchen dazu
Wie war doch das Kinderherz selig,
ob all dieser herrlichen Pracht,
und es war ein heimliches Raunen
um die Stille Heilige Nacht.


Dann wurde ich größer und älter
und wünschte mir das und dies,
ich hörte auf an das Christkind zu glauben
und verlor dabei das Paradies.

Und dann kam der Krieg,
mit all seinen Leiden,
mit Hunger und Not,
da wurde ich wieder bescheiden,
und dankbar für ein Stückchen Brot.


Wir alle wurden dann kleiner,
und nur ein Wunsch hatte Macht.
Wir wollten vereint sein ,
mit unseren Lieben
in der Stillen Heiligen Nacht.

Doch der Wunsch erfüllte sich selten,
denn die lagen draussen und hielten Wacht
und wir alle waren einsam und weinten
in der Stillen Heiligen Nacht.

Als dann der Krieg war zu Ende,
wuchs eine neue Jugend heran,
und die hatten auch ihre Wünsche
an den lieben Weihnachtsmann.

Nur waren die nicht klein und bescheiden,
denn der Wohlstand kam in das Land,
die Wünsche wurden grösser und grösser
und das Schenken nahm überhand.

Nun wird gewünscht und gegeben,
und keiner fragt nach dem Wert,
vergessen sind Krieg und Armut
und die Stunden am einsamen Herd.

Aus dem schönsten christlichen Feste,
hat der Mensch einen Jahrmarkt gemacht.
Es wünscht sich vom Besten das Beste,
und vergisst dabei den Sinn der heiligen Nacht.

Wer das Gedicht verfasst hat, weiß ich nicht.
Weihnachten hat immer den Sinn, den wir ihm geben. Ob wir die Vorweihnachtszeit in Hektik verbringen oder es etwas ruhiger angehen, dass liegt immer nur an uns selbst.

In einem Gedicht meiner Freundin Renate heißt es:
                    
                     Weihnachtszeit
                     stille Zeit
                          Weihnachtszeit
                     nimm dir Zeit..........

Ich wünsche euch allen eine ruhige , besinnliche Adventswoche.

Herzliche Grüße Waltraud



Kommentare:

  1. Liebe Waltraud!
    Das Gedicht ist aus dem Leben geschrieben.
    In unserer Familie ist das Schenken nur noch für die Kinder Tradition. Wir Erwachsenen schenken uns selbst mit einem fröhlichen Weihnachtsabend für alle.
    Lieben Gruß
    Poldi

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  2. Das schöne Gedicht ist von Margareta Rother.

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  3. Liebe Waltraud,

    es ist ein schönes Gedicht und es sind Erinnerungen darin verarbeitet, die sicherlich in dem einen oder anderen Menschen immer da sein werden. Vor allem bei den Älteren, die diese Zeit ja miterlebt haben.
    Bei uns zu Hause waren die Weihnachten auch ganz bescheiden und wir waren mit jeder Kleinigkeit, die unter dem Baum lag, so selig! Das Schönste war für mich als Kind der Christbaum mit seinen strahlenden Kerzen. Dieses Licht werde ich sicherlich nie vergessen! So, wie damals, strahlt der Weihnachtsbaum heute nicht mehr!
    Ich denke heute, dass für uns die Weihnachtszeit schon deswegen schöner war, weil wir uns über alles von Herzen gefreut haben.
    Heute macht das Schenken keine Freude mehr!
    Schenken ist heute Stress pur - ganz einfach deswegen, weil keine Zufriedenheit mehr da ist.
    Jeder will mehr und mehr!
    Das hat mit Weihnacht schon lange nichts mehr zu tun.
    Das Christkuskind ist in einem armseligen Stall geboren worden -
    Es wäre gut, wenn wir uns daran am Hl. Abend erinnern würden!
    Ich wünsche Dir, Deiner Familie und allen, die hier lesen, ein friedliches, ruhiges und besinnliches WEIHNACHTSFEST.
    Möge der Segen des Christkinds alle Menschen erreichen, auch diejenigen, die vergessen haben, warum Weihnacht überhaupt gefeiert wird!

    Viele liebe Grüße

    Deine Freundin RENATE

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