Samstag, 22. Dezember 2012

Ein bisschen mehr



Ein bißchen mehr Friede
Und weniger Streit;
Ein bißchen mehr Güte
Und weniger Neid;
Ein bißchen mehr Wahrheit
Immerdar
Und viel mehr Hilfe
Bei jeder Gefahr.


Ein bißchen mehr Wir
Und weniger Ich;
Ein bißchen mehr Kraft,
Nicht so zimperlich.
Ein bißchen mehr Liebe
Und weniger Haß;
Ein bißchen mehr Wahrheit-
Das wäre doch was.


Statt immer nur Unrast
Ein bißchen mehr Ruh';
Statt immer nur Ich
Ein bißchen mehr Du.
Statt Angst und Hemmung,
Ein bißchen mehr Mut
Und Kraft zum Handeln,
Das wäre gut!


Kein Trübsal und Dunkel,
Ein bißchen mehr Licht;
Kein quälend Verlangen,
Ein froher Verzicht -
Und viel, viel mehr Blumen
Während des Lebens
Denn auf dem Grabe
Blüh'n sie vergebens.
Mit diesen Worten von Peter Rosegger wünsche ich meinen Besuchern einen besinnlichen 
4. Advent und ein gesegnetesWeihnachtsfest.

Liebe Grüße Waltraud





Kommentare:

  1. Liebe Waltraud,

    eben habe ich Deinen lieben Eintrag hier gefunden. Und weißt Du was, das ist eines meiner Lieblingsgedichte von meinem Heimatdichter Peter Rosegger. Von ihm haben wir schon in der Schule gelernt!

    Liebe Waltraud, ich wünsche Dir auch von ganzem Herzen ein friedvolles, ruhiges und besinnliches WEIHNACHTSFEST. Meine Gedanken werden auch bei Euch sein.

    Gestern hörte ich auf einer alten Kassette, die ich mal aufgenommen habe, zwischen den Weihnachtsliedern dieses kleine Gedicht:

    WEIHNACHT

    Heut' ist die wunderbare Nacht,
    da Christus uns geboren.
    Nun freut auch alle, singt und lacht,
    denn niemand ist verloren.
    Ihr ruhet in der Hand des Herrn,
    so macht euch keine Sorgen.
    Seid glücklich, habt einander gern
    und liebt euch auch noch morgen!

    Unser Tobias hat es im Kindergarten gelernt und uns viele Jahre am Hl. Abend aufgesagt. Es ist eine so schöne Erinnerung!
    Es sind nur ein paar Zeilen, aber sie gehen zu Herzen!
    In diesem Sinne eine GESEGNETES WEIHNACHT für Dich und Harald!

    Alles Liebe Gert und Renate

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  2. Liebe Waltraud!
    Dieses Gedicht von Peter Rosegger habe ich schon als Kind gerne gelesen.
    Eine schöne und friedliche Weihnachtszeit wünsche ich Dir und noch viele interessante Beiträge im neuen Jahr
    Poldi

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  3. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  4. Peter Rosegger, das erinnert mich an eine Fernsehsendung, die ich als Kind immer gerne geschaut habe:
    "Als ich noch ein Waldbauerbub war". hieß sie.

    Das ist schon eine Weile her.
    Ich wünsche dir Fröhliche Weihnachten.
    Liebe Grüße Erika

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  5. Guten Abende, liebe Waltraud,
    endlich hast Du uns wieder angeregt, auch u n s e r e Denkkugel in Bewegung zu bringen. Der Counter-Zähler zeigt, dass sehr viele Besucher immer wieder nachgeschaut haben, ob und wann Du die Pause endlich beendest und uns wieder interessante Aufgaben stellst.
    Das Gedicht von Peter Rosegger muss einem einfach ansprechen. Leider werden die so glühend vorgetragenen Wünsche, die ja einfach durch mehr Menschlichkeit auch wahr werden könnten, nie in Erfüllung gehen. Mir geht auch das Gedicht „Ein Freund ging nach Amerika“, das ich noch von meiner Mutter her kenne (zu meiner Schulzeit wurden solche heimatverbundene Texte leider nicht mehr behandelt), immer wieder durch den Sinn, wenn ich etwas von Peter Rosegger lese. Es wurde auch von dem Duo Musyl & Joseppa vertont und aufgenommen. Hörenswert.
    Ich weiß, dass Du immer für Neues offene Ohren hast, darum nehme ich mir die Freiheit und schreibe es in Deine „denkkugel“.
    Ein Freund ging nach Amerika
    Peter Rosegger
    Ein Freund ging nach Amerika
    Und schrieb mir vor einigen Lenzen:
    Schicke mir Rosen aus Steiermark,
    Ich hab eine Braut zu bekränzen!

    Und als vergangen war ein Jahr,
    Da kam ein Brieflein gelaufen:
    Schicke mir Wasser aus Steiermark,
    Ich hab ein Kindlein zu taufen!

    Und wieder ein Jahr, da wollte der Freund,
    Ach, noch was anderes haben:
    Schicke mir Erde aus Steiermark,
    Muss Weib und Kind begraben!

    Uns so ersehnte der arme Mann
    Auf fernsten, fremden Wegen
    Für höchste Freud, für tiefstes Leid
    Des Heimatlandes Segen.
    Ich denke, dass sich so mancher Besucher Deiner Seite, den es in die weite Welt verschlagen hat und an den Weihnachtstagen nicht in der Heimat bei seinen Liebsten sein kann, auch in der heutigen Zeit den heimatlichen Segen wünscht.
    Ganz liebe Grüße Ilse


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  6. Danke Ilse,

    dein Kommentar regt zum Nachdenken an.
    Wie fühlt sich jemand, der von zu Hause weggezogen ist? Vielleicht sogar in ein anderes Land? Wir, die wir zuhause geblieben sind, wissen es nicht, weil wir diese Erfahrung nie gemacht haben. Ich für meinen Teil kann mir nicht vorstellen wegzuziehen oder gar auszuwandern. Ich hätte sehr viel Heimweh.
    Vielleicht kann jemand seine Erfahrungen dazu schreiben?
    Ich wünsche euch allen schöne Weihnachtstage .
    Waltraud

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  7. Liebe Waltraud, liebe Ilse und alle, die hier lesen!
    Es ist schon Hl. Abend und ich kann nicht schlafen. Ein Grund dafür ist, dass ich mit meinen Gedanken in meiner Heimat bin. Mein Sohn und Enkel lebt in Wien, meine Schwester und alle anderen Verwandten in der Steiermark. Ich bin nun schon 37 Jahre im Saarland und trotzdem habe ich immer noch Heimweh; besonders an Tagen wie diesen! Heimweh ist etwas, das man kennengelernt haben muss, um es zu verstehen.
    Peter Roseggers Gedicht "Ein Freund ging nach Amerika" hat mich auch als Kind schon sehr berührt - damals habe ich im Traum noch nicht gedacht, dass es mich mal so weit fortziehen würde (800 km). Eigentlich wolle ich auch nie meine Heimat verlassen. Aber das Schicksal wollte es so und ich tat es auch freiwillig.
    Aber wenn ich noch einmal vor der Entscheidung stehen würde, ich würde es niemehr tun!
    So schreibe ich mir, seit ich hier im Saarland lebe, mein Heimweh in Gedichten von der Seele.
    Ab und zu hilft es - aber längst nicht immer!
    Heute kann ich mich aber doch freuen, denn meine Tochter kommt mit ihrer Tochter für ein paar Stunden zu uns Es ist das erste Mal, dass sie an Hl. Abend da sein wird, seit sie vor 25 Jahren von daheim weggezogen ist.

    So habe ich in der vergangenen Nacht das folgende Gedicht geschrieben.

    Gleich werde ich es einfügen!

    Alles Liebe Renate

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  8. Hier ist mein Gedicht, das ich, weil ich auch nicht schlafen konnte, geschrieben habe. Es hat mich die ganze Nacht beschäftigt.
    Nun ist es raus - un dmir ein bisserl besser!

    Mein Weihnachtstraum

    Kinderstimmen hör’ ich singen,
    Glocken fangen an zu klingen
    von der alten Kirche dort,
    die da steht in uns’rem Ort.
    Seh’ einen hellen Lichterbaum –
    da erwach’ ich aus dem Traum.
    Möchte so gerne weiter träumen,
    will kein Bild des Traum’s versäumen,
    möcht’ gern in dieser Kirche sein –
    und müde schlaf’ ich wieder ein.
    Ich gehe durch den Kirchenraum,
    vor mir steht jener Weihnachtsbaum,
    den ich als Kind dort stehen sah,
    all’ meine Lieben sind auch da
    und strecken ihre Hände aus –
    ich spür’s genau, ich bin zu Haus!

    Zufrieden bin ich aufgewacht,
    morgen ist wieder Hl. Nacht
    und ich werd’ nicht alleine sein,
    meine Kinder kommen heim.
    Häng’ in die Zweige meinen Traum,
    er leuchtet still im Weihnachtsbaum
    und bleibt für mich wohl immer da,
    dieses und so manches Jahr.
    Weihnachtsfriede kehrt nun ein,
    möge er immer bei mir sein.

    © Renate Harig 23.12.2012

    Nun wünsche ich Dir, liebe Waltraud und ALLEN Deinen Lesern ein GESEGNETES WEIHNACHTSFEST und innerenm Frieden!

    Herzlich Renate

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